Vogelsberg 2005
Bei Fridel Münch

 

Vogelsberg

Do. 26.05.2005

 

Latschare Bühl 8.30 Uhr , 20°C; unsere Ausfahrt kann beginnen. Mit dabei sind dieses Mal: Andi und Karin, Andi und Annerose, Gerhard, Harald, Markus, Thomas, Helmut Sch., Uwe, Helmut und Doris. Da wir viel auf kleineren Landstrassen unterwegs sein wollten beschlossen wir angesichts der zu erwartenden Hitze erst einmal bis Neckarsulm die Autobahn zu nehmen. Nach einem kurzen Stück Neckartal und Jagsttal wurde in Neudenau der erste Halt gemacht da Motorräder und Fahrer-/innen ihren Durst löschen mussten. Danach ging es in den Odenwald nach Eberbach wo das eben noch getrunkene wieder in die Freiheit entlassen wurde. Die weitere Fahrt nach Großheubach am Main wurde fast ausschliesslich  durch schattenspendende Wälder zurückgelegt und kurz darauf gab es wieder Nahrung für Mensch und Maschine. Nach ausgiebigem Mittagessen waren es nur wenige Kilometer bis nach Mespelbrunn zum ‚‚Wirtshaus im Spessart’’ dessen Anblick wir uns natürlich nicht entgehen liessen. Auf der Weiterfahrt nach Bad Orb schützten uns diesesmal die Wälder des Spessart vor der Hitze. Bei Bad Orb das mit einer hervorragend erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer aufwartete gönnten wir uns noch eine kleine Verschnaufpause bevor wir in das Kurvenlabyrinth des Vogelsbergs eintauchten. Da nur sehr wenige Fahrzeuge unterwegs waren konnten wir uns voll den Kurven widmen und erreichten gegen 18.00 Uhr unser Ziel Schotten-Betzenrod wo schon vor dem Bezug der Zimmer ein kühles Blondes auf uns wartete. Frisch geduscht begann danach einer der langen schwäbischen Abende im Vogelsberg.

Fr. 27.05.05

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer aufweckenden Kurvenhatz stand am nächsten morgen zuerst der Besuch bei Friedel Münch einem enthusiastischen Motorradhersteller der 60er und 70er Jahre auf dem Programm. 2 Stunden lang führte uns Friedel, der nach einem Schlaganfall schwer gezeichnet ist, durch seine Hallen und erklärte uns seine Museumsstücke wobei er zu allem eine Geschichte zu erzählen wusste

Nachmittags erkundeten wir auf  leeren Strassen die westliche Hälfte des Vogelsbergs doch da es zunehmend heisser wurde entschlossen wir uns zu einer grösseren Pause am ;‚Gederner See’’. Auf dem Rückweg zu unsrem Landgasthof gab es dann noch einen kurzen Abstecher zum zweithöchsten Berg im Vogelsberg, dem Herodeskopf  um mit der Sommerrodelbahn den Hang hinunterzuschiessen. Abends dann wieder das gewohnte Bild: erst innen duschen, dann aussen. Der Chef des Hauses hatte heute einen Grillabend vorbereitet und auch das anschliessende ‚Feuerwässerle’ schmeckte hervorragend. Nach diesem ausgiebigen Schlemmen beschlossen wir etwas gegen die eingenommenen Kalorien zu tun und versuchten uns auf der hauseigenen Kegelbahn. Zum Abschluss ging es noch einmal in die Gartenwirtschaft und wie so oft  zählten wir wieder einmal zu den letzten die ihre Zimmer aufsuchten.

Sa 28.05.05

Heute nahmen wir uns den Ostteil des Vogelsbergs vor. Als erstes jedoch war eine Runde über den ‚Schottenring’, die ehemalige Motorradweltmeisterschaftsstrecke angesagt, doch der Fahrbahnbelag liess hier zu wünschen übrig. Danach wollten wir eine Tropfsteinhöhle bei Steinau a.d.Strasse besichtigen, aber wir haben sie leider nicht gefunden. Dafür machten wir eine kleine Stadtrunde durch die Geburtsstadt der Gebrüder Grimm wobei uns auch die Frau Holle bei einer Stadtführung begegnete ( und das bei 32°C ). Anstatt an einer geführten Stadtbesichtigung teilzunehmen haben wir es dann vorgezogen, uns vor einem Eiscafe gemütlich zu machen. Auf dem Rückweg gab es dieses Mal einen Badehalt am ‚Niddasee’ und anschliessend noch einen kurzen Besuch beim Motorradtreffpunkt ‚Falltorhaus’. Abends dann wieder das Programm für Magen und Körper wobei heute Abend Kegeln mit der linken Hand angesagt war. Da wir am nächsten morgen wieder die Rückfahrt nach Bühl antreten mussten wurde es dieses Mal nicht so spät, doch auch heute spendierte der Chef zum Abschluss noch einmal ein ‚Feuerwässerle’.

So. 29.05.05

Auf unserem ersten Teilstück der Rückfahrt bis Gmünden am Main fiel uns ein im deutschen Schilderwald noch nicht gesehenes Verkehrszeichen auf. Auf 10 km Länge war die Geschwindigkeit nur für Motorräder auf 60 km/h begrenzt – Pkws scheinen bei schlangenlinienartigen 45°-Kurven mit 100 km/h sicherer zu sein. Wir sind unfreiwillig  70 km/h gefahren – schneller ging wirklich nicht. In saunaartiger Hitze fuhren wir dann im Maintal bis Würzburg um danach wieder auf die Autobahn zu wechseln, die wir bei Untergruppenbach wieder verliessen.

Der nächste Halt war der Motorradtreffpunkt ‚Löwensteiner Berge’ wo angesichts der Hitze nicht viel los war. Alles entspannte sich von der anstrengenden Autobahnfahrt im Schatten - ausser Bodi -, der fachsimpelte unter brütender  Sonne mit einem Goldwingfahrer über dessen Anbauteile. Inzwischen von Norden anziehende Gewitterwolken mahnten uns zum Aufbruch und so fuhren wir weiter zum nächsten Motorradtreffpunkt ‚Ebnisee’ im Welzheimer Wald. Da hier fast nur PKWs `rumstanden fuhren wir nach kurzer Pause weiter nach Bühl um das Wochenende im Sportheim abzuschliessen.

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