Gardasee 2006
Flüela

 

Gardasee

Zum Kaffetrinken an den Gardasee über 12 Pässe. Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte machte der Himmel um 8.00 Uhr auf und so fuhren wir bei gutem Wetter in Richtung Bregenz. Dabei war dieses Mal nur eine kleine Gruppe: Dan, Uwe, Doris und Hekl. Auf dem weiteren Weg durch Lichtenstein nieselte es dann permanent bis kurz vor Vaduz wo die Strassen wieder trocken waren und wir die Bergwelt stürmten. Den Einstieg nahmen wir mit dem Luzisteig bei Marienfeld um danach das Landquarttal zum Wolfgangpass zu durchfahren. Über Davos ging es ohne Pause direkt zum Flüelapass unserem höchsten Punkt am ersten Tag. Der Himmel war zwar bedeckt aber die Temperaturen waren erträglich. Weiter ging es Richtung Ofenpass wo, wie schon vorher wenig Verkehr ein rasches vorwärtskommen zuliessen. Durch den einspurigen Tunnel ging es dann weiter bis Livigno. Dort wurde natürlich erst einmal eingekauft. Zum Abschluss überquerten wir noch den Paso d’Eira und den Paso di Foscagno um am Aufstieg zum Gaviapass zu übernachten. Da die Mass Bier hier im Verhältnis zur Halben einiges billiger war bestellten wir natürlich eine. Danach erfreuten wir uns am ungläubigen Blick der Bedienung als wir die zweite Mass bestellten. Morgens um neun hatte sich der Frühnebel gelichtet und wir stürmten den Gaviapass, nur unterbrochen von einigen wilden Bergeseln die kurz vor der Passhöhe auf der Strasse spazierten. Nach der Passhöhe kamen wir jedoch leider in eine dicke Nebelwand und so war die Abfahrt bei 5m Sichtweite nicht besonders erfreulich, zumal wir von früheren Fahrten wussten wie es hier in die Tiefe geht. Erst unten im Val Camonica sahen wir wieder alles was um uns herum war und nach wenigen Kilometern Fahrt wurden wir auch noch von einen kurzen aber heftigen Regenguss überrascht. Da die Temperaturen hier jedoch schon über 20° lagen, trocknete alles wieder sehr schnell ab und in Breno entdeckten wir ein Strassencafe das nur von Motorradfahrern besucht war.Gestärkt mit Kaffee, Mars und Landjäger überquerten wir zunächst den Passo Croce Domini und dann den Galetto di Gadino bevor wir uns wieder ins Tal zum Lago d’Idro stürzten. Da ausser einigen Motorrädern fast kein Verkehr herrschte kamen wir flott voran und vor allem auf der gut ausgebauten Strasse im Valle d’Ampola zwischen Idrosee und Ledrosee liessen wir es ordentlich krachen. Pünktlich zur Kaffeezeit gab es in Riva del Garda dann wieder eine längere Pause bei sommerlichen Temperaturen. Da wir noch einiges vorhatten ging es eine halbe Stunde später schon wieder Richtung Norden. Durch die Sacraschlucht schraubten wir uns zum Molvenosee hinauf. Die im Sommer oft zugestopften Strassen waren im Oktober nun fast menschenleer. An der Südrampe des Gampenjochs wurde eifrig geerntet und so mussten wir höllisch aufpassen und konnten die kurvige Strassenführung nur mit Vorsicht geniessen. Das letzte Stück der Auffahrt gestaltete sich recht unspektakulär, dafür hatte es die Abfahrt in sich. Zwei rasant fahrende GS-Treiber, die vorher noch überholt hatten, gaben entnervt auf als selbst die GoldWing die Kurven zwar geräuschvoller aber dennoch schneller nahm. In Lana angekommen gestaltete sich die Zimmersuche als grösseres Problem - alles war ausgebucht. Erst in Meran fanden wir eine Übernachtungsmöglichkeit. Nach gutem Frühstück begann dann die Heimfahrt über den Reschenpass. Auf italienischer Seite noch voller Nebel, wendete sich das Bild am versunkenen Kirchturm . Ab hier war es wieder klar und die Löcher in der Wolkendecke wurden immer grösser. Nach Arlbergpass und Flexenpass genossen wir noch einmal eine Pause bevor mit dem Hochtannbergpass die letzte Überquerung anstand. Während das Wetter in Österreich vom feinsten war, fing es in Ravensburg derart zu regnen an das wir doch noch die Regenkombis anzogen. Zum Glück, denn es goss wie aus Kübeln fast bis zur Ankunft in Bühl.

Gefahrene Strecke: 1188 km

Bilder

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