Fichtelgebirge 2004
Bobbahn

 

Fichtelgebirge

Fichtelgebirge 10.-13.Juni 2004

 

Länge: 1157 km Wetter: Viel Sonne/etwas Regen

 

1157 km sollten es dieses Mal werden. Am Donnerstag um 8.30 Uhr trafen sich bei bestem Wetter Andy und Annerose mit neuer Honda Varadero, Frank mit neuer Harley, Christian mit kleiner Trudel, Bodi mit Karin, Helmut mit V-Strom, sein Bruder Thomas mit Suzuki Bandit, Margrit mit ihrer CBR, Uwe mit Goldwing, Doris mit Ducati und Hekl mit 1200 Laverda. Also mal wieder alles vertreten vom Chopper bis zum Sportler. Nach den üblichen Startschwierigkeiten( Tanken, Batterie leer, Brille vergessen ) fuhren wir über Urach, Geislingen Heidenheim, Nördlingen und Gunzenhausen bei Schwabach auf die Autobahn. Nachdem wir Nürnberg umfahren hatten ging’s in Schnaitach wieder runter von der Schnellstrasse und erst einmal in eine Gartenwirtschaft. Erstmals Weizenbier alkoholfrei getrunken ( na ja ), sowie günstig gegessen. Überhaupt war in dieser Gegend das Essen und Trinken sehr günstig, der Sprit dafür teuer. Weiter über Eckental, Pegnitz, Creussen und Weidenberg zu unserem Ziel Warmensteinach. Der Luftkurort schien ziemlich leer zu sein; am nächsten Tag wusste man im 2000 Einwohnerort das eine Gruppe Motorradfahrer hier Urlaub machte. Nach der 360 km langen Anfahrt wurde natürlich erst einmal der Durst gelöscht, geduscht und anschliessend wie üblich gut gegessen, getrunken und viel gelacht.

Am nächsten Morgen war es dann doch etwas bewölkt. Wir entschlossen uns dazu, zum Tanken in die Tschechei zu fahren. Der erste Stop jedoch sollte das Felsenlabyrinth bei Bad Alexandersbad sein. Zu Beginn der Wanderung erster Ausfall: Christian „Des tu i mir net a“. Nach einigen 100 Metern Ausstieg Nr. 2- Frank „I dreh om“. Alle anderen genossen die Abwechslung und nach Ende der Wanderung schien auch wieder die Sonne. Doris war übrigens faul und fuhr bei mir mit. Unsere Beifahrerinnen wollten zwar unbedingt ins Schnapsmuseum nach Marktredwitz doch die Fahrer zogen es vor einen gebührenden Abstand zu halten. Bei Hohenberg überquerten wir die Grenze ( Originalton Christian : „Mo isch bloss mein Ausweis“ )um kurz danach billig zu tanken und einzukaufen. Auf unserem Weg nach Cheb sowie um den See ‚vodni nadrz Jesenice’ herum kamen wir uns vor wie in einer anderen Welt. Alles war zusammengefallen, primitiv und sah irgendwie provisorisch aus. Auch die Kohlen wurden noch mit der Schaufel in den Keller geschippt ( Mann schaufelt, Frau gibt Anweisungen ). Zurück in Deutschland fanden wir eine ruhige Gartenwirtschaft um den ‚kleinen Hunger’ und Durst zu stillen. Durch das Stiftland und den Steinwald fuhren wir über kurvige, fast unbefahrene Strassen zurück ins Fichtelgebirge. Am Ochsenkopf, dem mit 1023 m höchsten Berg der Gegend wollten wir eigentlich auf die Sommerrodelbahn, doch die hatte leider schon geschlossen,. So fuhren wir zum Devalkart. Ein tolles Erlebnis mit teilweise durchschlagendem Erfolg. Was abends folgte muss nicht extra erwähnt werden. Freitag auf Samstag regnete es fast die ganze Nacht doch morgens waren die Strassen wieder trocken.

Heute nahmen wir uns eine der vorgeschlagenen Touren vor, und zwar in die Fränkische Schweiz. Margrit fuhr noch bis Pegnitz mit danach jedoch alleine wieder nach Hause, da sie am Sonntag zu tun hatte. Als wir uns in Pegnitz trennten fing es an zu regnen, allerdings nur einige Kilometer weit dann war es wieder vorbei. Jetzt kam der schönste Abschnitt der Tour. Tief eingeschnitten in die Landschaft schlängelte sich die Strasse in Richtung Pottenstein im Wiesenttal. Erster Stop war hier die Sommerrodelbahn. Eine Mordsgaudi für alle Beteiligten. Weiter ging’s ins Ahorntal, erneut jagte eine Kurve die andere, und das Beste: kein Auto weit und breit. Nächster Halt – Burg Rabeneck ....Geschlossene Gesellschaft ; weiter zur Burg Rabenstein. Die dort stattfindenden Ritterspiele waren bestimmt interessant aber für eine Stunde zu teuer und die Falknereivorführung war zu spät, also haben wir kurz etwas getrunken und gegessen um anschliessend weiter zum Motorradtreff Kathi’s Bräu zu fahren. Obwohl die Halbe hier nur 1.60 kostete beliessen wir es bei Kaffee, Kuchen, Gulaschsuppe und saurem Sprudel. Frank übertrieb es mit dem sauren Sprudel- ein halber Liter war eindeutig zu viel. Bei der Abfahrt unser einzige Panne : bei Uwe’s Goldwing riss der Kupplungszug. Dieser wurde jedoch Dank Andy’s Reparaturset schnell wieder geflickt. Bei der Weiterfahrt setzt erneut für einige Kilometer der Regen ein aber das war’s dann schon mit der angekündigten Schlechtwetterfront. Über Hollfeld auf der B22 bis Eckersdorf, dann um Bayreuth herum nach Bad Berneck und wieder zurück nach Warmensteinach, schon war dieser kurvenreiche Tag fast vorbei. Diesmal erstmals Fernsehabend verteilt auf 2 Zimmer.

Sonntag nach dem Frühstück traten wir dann wieder die Heimfahrt an. Diesmal fuhren wir das Wiesenttal bis zum Ende in Forchheim. Zwischen Höchstadt und Neustadt fing es wieder einmal an zu regnen und wir zogen vorsichtigerweise die Regenkombis an. Doch der Regen war nur von kurzer Dauer und auch nur einige Kilometer weit. Trotzdem waren die Strassen nass und vor allem Frank hatte seine liebe Mühe mit seiner Harley. An der Autobahntankstelle Crailsheim wurde noch einmal aufgetankt und Bodi, Christian und Frank zogen es vor auf der Autobahn heimzufahren. Der Rest fuhr über Schwäbisch Hall ins sonnendurchflutete Schwabenland. Noch ein Eis im Strassencafe in Backnang und über die Esslinger Weinsteige ging es geradewegs ins Neckartal und zurück nach Hause.

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